Als Kind habe ich fasziniert zugeschaut, wie mein Vater Kohlebürsten vom Staubsaugermotor wechselte. Er hat für unseren ersten Farbfernseher eine Fernbedienung gebaut, die mit der Taschenlampe funktionierte. Damals gab es so etwas noch nicht, kaum vorzustellen im Zeitalter des Smartphones. Jedes Wochenende war ein anderes elektrisches Gerät dran, was dringend aufgebessert werden musste, am liebsten Radios. Der Fernseher. Der Mixer und die elektrische Kaffeemühle. Alles wurde repariert, der Geruch des brutzelnden Lötflussmittels liegt mir noch immer in der Nase, und für heutige Verhältnisse unvorstellbar lange benutzt. Ist es Nostalgie, die mich nun auch dahin treibt? Mich Lötkolben, Motörchen, Drähte, Stecker... kaufen lässt? Oder bin ich einfach eines Tages zu lange im knietiefen Legohaufen meines Sohnes stecken geblieben. Wer weiss. Jedenfalls bin ich auch Ingenieurin geworden, wie mein Vater. Und verspüre den unbändigen Drang, meine eigenen Kinder, die Kinder anderer Leute sowie neugierig Gebliebene ebenfalls in Lötzinndampfschwaden zu baden...